Ausgewandert
Es gibt Träume, die werden wahr. Seit zwei Tagen wachen wir auf und merken, dass wir nicht nur im Traum in Chile leben.
Eine ganze Zeit lang haben wir hin und wieder ein Wörtchen darüber fallen lassen, dass wir ins Ausland gehen wollen. Lange wussten wir nicht wann, wie und wohin genau. Jetzt ist es fest: Seit vorgestern leben wir in Antofagasta, eine Stadt am Rande der trockensten Wüste der Welt – die Atacama. “Antofagasta” kommt aus der Sprache Quechua und heißt in etwa “Dorf am großen Salzsee”.
Was machen wir hier? Und wie lange? Und wie kamen wir dazu?
Einer von Alex letzten beruflichen Projekten war ein Auftrag, der aus Chile kam. Hier wird in großen Mengen Kupfer abgebaut und Polysius sollte Maschinen für eine Kupfermine herstellen. Dadurch, dass er den Auftrag abgewickelt hat, wusste er notwendigerweise über die Situation hier in Chile Bescheid. Ahnend, dass hier ein kundiger Mann aus Deutschland gebraucht werden konnte, setzte er alle Hebel in Gang, um auf uns aufmerksam zu machen. So kam es dazu, dass wir Ende August, als Silas gerade mal vier Wochen alt war, zu einem Gespräch eingeladen wurden, indem das Ganze dann konkreter werden sollte. Ab da ging es Schlag auf Schlag voran. Der Adrenalin-Pegel ging hoch, denn Anfang Oktober sollte es schon zu einem Look & See-Trip in das Land unserer Fantasien gehen. Für eine Woche. Danach waren wir in unserem Vorhaben noch mehr bestärkt. Es folgte eine endlose Liste an Terminen und To-Do-Listen – uns blieben nur noch drei kurze Monate. Arztbesuche, Sprach- und Kulturkurse, Behördengänge – ich danke dem Menschen, der den Kalender erfunden hat. Das hätte mein Gedächtnis nicht alleine geschafft!
Jetzt sind wir hier. Der Arbeitsvertrag ist für zwei Jahre unterschrieben – wobei die mündliche Absprache drei Jahre festgelegt hat. Das hat was mit dem Visum zu tun – man kann es erst einmal nur für zwei Jahre bekommen. Danach muss es neu beantragt werden. Alex Arbeitsvertrag in Deutschland wird für maximal fünf Jahre ruhend gestellt. Kommen wir innerhalb dieser Zeit zurück wird er nahtlos wieder fortgesetzt.
Viele fragen, was ich hier machen werde und was mit meinem Studium ist. Ich bin für das Wintersemester 2013/14 beurlaubt. Danach habe ich die Exmatrikulation (Abmeldung) beantragt. Für die Leistungen, die ich bereits abgeschlossen habe, habe ich schriftliche Nachweise mit denen ich mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder an einer Uni/FH bewerben kann.
Für Chile habe ich kein Arbeitsvisum beantragt. Ich denke, dass unser Sohn mich vergessen lassen wird, wie Langeweile sich anfühlt :). Außerdem muss ja jemand zu hause sein, wenn ihr uns besuchen kommt! Wir freuen uns sehr auf euch!
Eine ganze Zeit lang haben wir hin und wieder ein Wörtchen darüber fallen lassen, dass wir ins Ausland gehen wollen. Lange wussten wir nicht wann, wie und wohin genau. Jetzt ist es fest: Seit vorgestern leben wir in Antofagasta, eine Stadt am Rande der trockensten Wüste der Welt – die Atacama. “Antofagasta” kommt aus der Sprache Quechua und heißt in etwa “Dorf am großen Salzsee”.
Was machen wir hier? Und wie lange? Und wie kamen wir dazu?
Einer von Alex letzten beruflichen Projekten war ein Auftrag, der aus Chile kam. Hier wird in großen Mengen Kupfer abgebaut und Polysius sollte Maschinen für eine Kupfermine herstellen. Dadurch, dass er den Auftrag abgewickelt hat, wusste er notwendigerweise über die Situation hier in Chile Bescheid. Ahnend, dass hier ein kundiger Mann aus Deutschland gebraucht werden konnte, setzte er alle Hebel in Gang, um auf uns aufmerksam zu machen. So kam es dazu, dass wir Ende August, als Silas gerade mal vier Wochen alt war, zu einem Gespräch eingeladen wurden, indem das Ganze dann konkreter werden sollte. Ab da ging es Schlag auf Schlag voran. Der Adrenalin-Pegel ging hoch, denn Anfang Oktober sollte es schon zu einem Look & See-Trip in das Land unserer Fantasien gehen. Für eine Woche. Danach waren wir in unserem Vorhaben noch mehr bestärkt. Es folgte eine endlose Liste an Terminen und To-Do-Listen – uns blieben nur noch drei kurze Monate. Arztbesuche, Sprach- und Kulturkurse, Behördengänge – ich danke dem Menschen, der den Kalender erfunden hat. Das hätte mein Gedächtnis nicht alleine geschafft!
Jetzt sind wir hier. Der Arbeitsvertrag ist für zwei Jahre unterschrieben – wobei die mündliche Absprache drei Jahre festgelegt hat. Das hat was mit dem Visum zu tun – man kann es erst einmal nur für zwei Jahre bekommen. Danach muss es neu beantragt werden. Alex Arbeitsvertrag in Deutschland wird für maximal fünf Jahre ruhend gestellt. Kommen wir innerhalb dieser Zeit zurück wird er nahtlos wieder fortgesetzt.
Viele fragen, was ich hier machen werde und was mit meinem Studium ist. Ich bin für das Wintersemester 2013/14 beurlaubt. Danach habe ich die Exmatrikulation (Abmeldung) beantragt. Für die Leistungen, die ich bereits abgeschlossen habe, habe ich schriftliche Nachweise mit denen ich mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder an einer Uni/FH bewerben kann.
Für Chile habe ich kein Arbeitsvisum beantragt. Ich denke, dass unser Sohn mich vergessen lassen wird, wie Langeweile sich anfühlt :). Außerdem muss ja jemand zu hause sein, wenn ihr uns besuchen kommt! Wir freuen uns sehr auf euch!
irinabaumbach - 8. Jan, 22:16